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Was zuerst: Deinterlacen Breitbild?

Dieses Thema im Forum "Software" wurde erstellt von Eiskalte Frau, 22. August 2004.

  1. Mmm, aber dann hab' ich noch einen Filter mehr, das würde ich gerne vermeiden... ich hab's jetzt so gemacht, dass ich den Deinterlacer als letztes draufgelegt habe. Nun flimmert es nicht mehr, oder kaum... Davon riet mir sandretto zwar ab. Doch wenn man ein wenig nachdenkt, dann erscheint es mir so logischer, dass man die Farbkorrekturen usw auf das Originalbild legt und nicht auf ein (verschlechtertes, wenngleich auch nur sehr gering) deinterlaced Bild. (Sandretto meinte, dass man als erstes deinterlacen sollte)
     
  2. sandretto

    sandretto Gast

    Ich schrieb in meinem ersten Posting...
    Bei Filmen die auf der Festplatte landen, auf alle Fälle so vorgehen.

    Das Deinterlacing was <Eiskalte Frau> beschreibt, ist schlicht für die Katz. Denn aus Halbbildmaterial zuerst progressives machen, um dann doch wieder als Halbbilder auszugeben (DVD->Röhren-TV) ist Unfug. Das es scheinbar besser aussieht, wenn man zuerst deinterlacet, könnte ja zwei dutzend andere Gründe haben.

    Wie schon gesagt, bei dir läuft etwas schief.
     
  3. "Das es scheinbar besser aussieht, wenn man zuerst deinterlacet, könnte ja zwei dutzend andere Gründe haben. "

    Zuletzt deinterlaced, sagte ich wenn mich nicht alles täuscht.

    "Wie schon gesagt, bei dir läuft etwas schief."

    Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, was?
     
  4. sandretto

    sandretto Gast

    Hi Eiskalte Frau
    Das war unglücklich formuliert von mir. Mit "zuerst" meinte ich natürlich, das Deinterlacen im Allgemeinen, also dass du überhaupt mal deinterlacest. Bezog sich also nicht auf vor (zuerst), oder nach der Filterung. War schlecht formuliert von mir, sorry.
     
  5. Achso... ;-)

    Jedenfalls vielen Dank für euer Interesse und Engagement, dieses Forum hier ist und bleibt einfach DIE Mac Lehrstube schlechthin... :)
    ich werd' mich jetzt mal aufs Ohr hauen. Aber morgen reden wir weiter, ja?

    Gute Nacht!
     
  6. mac_sebastian

    mac_sebastian New Member

    mit optimal meine ich, dass der TV seine halbbilder bekommt, die er für eine flimmerfreie und scharfe darstellung braucht.
    da muss nix mehr deinterlaced werden.

    auf dem rechner werden die halbbilder von einer guten DVD player software wieder entfernt bzw. interpoliert, was dir auch auf dem rechner ein bild ohne "lattenzaun-effekt" ermöglicht.

    grüsse und gute nacht
    sebastian
     
  7. wm54

    wm54 New Member

    nicht unbedingt, er kann die infos z.B. nur von den oberen 25 beziehen ;)

    nee im ernst, nicht im umsonst kann man mit guten dv-kameras wie xl1 im progressive-mode drehen und es sieht film-ähnlicher aus. und wenn's für die eiskalte frau auch bei interlaced-gedrehtem material besser ohne halbbilder aussieht, ist doch alles in ordnung.
     
  8. sandretto

    sandretto Gast

    Was für obere 25 ? Es gibt keine «oberen» 25 ! Du verwechselt da etwas.

    Selbst wenn das Zielgerät für die Bildausgabe ein hochwertiger Beamer sein soll, so gibt es keinen Grund das Videomaterial zuerst zu deinterlacen. Da der DVD-Player das macht, falls er einen progressiven Ausgang hat, oder der Beamer, mit integriertem Deinterlacer!

    Übrigens, es ist absolut unmöglich, das ein Deinterlacer zwei Halbbilder wieder "perfekt" zusammenfügt, da bei der Aufnahme im Zeilensprungverfahren, die zwei Halbbilder zeitlich versetzt sind, und beide als "Bild" für sich selber gelten. Deswegen kann ein Vollbild, errechnet aus zwei Halbbilder (=Deinterlacing), unmöglich mehr Detail-Informationen enthalten. Im Gegenteil, da der Deinterlacer zuerst die verschiedenen Bildinformationen der zwei Halbbilder analysieren muss, und hier fast immer Kompromisse eingehen muss, geht etwas an Detailschärfe und Qualität verloren.

    Das Halbbildverfahren wurde wegen der "damals" geringen Bandbreite der Telekommunikationswege, und der Problematik des Flimmerns bei 25 Bilder pro Sekunde entwickelt. Was damals in den 60er, 70er und 80er Jahren als geniale Erfindung galt (und es auch ist), erweist sich in unserer digitalen Zeit, mit zunehmender Anzahl von Geräten die (nur) progressive Signale verarbeiten können, als Pferdefuss.
     
  9. Das scheint nun mein letztes Problem zu sein, was mich vielleicht doch noch daran hindern wird, Joe's Deinterlacer einzusetzen.
    Ich muss es einfach mal mit einer deinterlaceten DVD auf dem DVD Player bzw. Computer probieren, wenn der Effekt hier voll und ganz verschwindet, dann ist die Sache wirklich für die Katz. Denn der Film soll ja auf allen DVD Playern gleich aussehen und nicht auf denen, die wieder interlacen (hab' ich das richtig verstanden) anders als auf jenen, die das nicht machen...

    Du würdest mich in meinem Vorhaben, meinen Film zu deinterlacen also bestärken?

    Hab' ich das richtig verstanden: Die neuen DVD Player deinterlacen alle von selber?
    Die alten können das aber noch nicht?
    Und der Computer deinterlaced auch immer?
    Dass Beamer interlacen/sowie deinterlacen können, das hab ich an unserem eigenen Gerät schon gesehen/probiert.
     
  10. wm54

    wm54 New Member

    zu sandretto: ist natürlich alles völlig korrekt was du sagst.

    und genau das ist es, weshalb es viele anhänger des de-interlacen gibt, die folgendes behaupten: durch die verlorene detailschärfe wird das bild etwas smoother. die härte des videobilds wird ein wenig abgeschwächt. ziel ist ja ein bestimmter look. deshalb:

    why not! wenn's für dich besser aussieht, dann mach's einfach. du bist der künstler ;)
     
  11. :)

    Das freut mich!

    Jedoch bin ich nun auf noch eine Frage gekommen:

    In FCE 2 kann man nach Rechtsklick auf die Sequenz ja die Objekteinstellungen aufrufen, und hier ist ein Punkt namens "Halbbilddominanz" aufgeführt. Hier kann man zwischen "Ohne", "Ungerade" und "Gerade Zeilen" wählen. Hat diese Einstellungsmöglichkeit auch Auswirkungen auf das besprochene Thema?
     
  12. wm54

    wm54 New Member

    insofern, dass wenn dein material halbbilder hat und du "ohne" einstellst, sieht du die kammartefakte.

    für "ohne" sollten natürlich keine halbbilder drin sein. dazu könntest du die beiden spuren additiv übereinander legen mit jeweils 50% deckkraft. vorher deinterlacen, in einer spur die oberen zeilen entfernen, in der anderen die unteren.
     
  13. Ja aber warum das? Joe's Deinterlacer hat soch schon deinterlaced? Ist das trotzdem nur so eine "halbe" (wie trefflich!!!) Sache? Muss ich um wirklich Vollbilder zu erhalten mit zwei Videospuren arbeiten?
     
  14. DieterBo

    DieterBo New Member

    @Eiskalte Frau
    Mache es wie du es für richtig hälst und wie es Dir am besten gefällt.

    Sandretto hat die den Sinn und Zweck und die Nachteile des deinterlacens sehr gut beschrieben und ich hätte dem fachlich nichts hinzuzufügen.

    Du mußt Dir Deinen Film anschauen und er muß Dir gefallen.

    Alles andere ist müßig

    So long
    K.
     
  15. Ihr habt Recht.
    Je länger ich darüber nachdenke, scheint der kleine Unterschied wohl doch zu unbedeutend, als dass ich mir die zusätzliche Arbeit mit dem Deinterlacen antun soll.

    Dennoch vielen, vielen Dank für eure nützlichen Erklärungen und für die Geduld!

    ;)
     
  16. sandretto

    sandretto Gast

    Nein nicht alle, aber es kommen immer mehr DVD-Player auf den Markt, die einen progressiven Ausgang haben, um hochwertige Bildausgabegeräte direkt füttern zu können. Das passiert über den Komponenten-YUV-Ausgang. Und diese DVD-Player sind heuer bezahlbar geworden.

    Auf einer DVD sind immer Halbbildfolgen abgespeichert, selbst dann, wenn das Quellmaterial schon progressiv war!!!! Der Deinterlacer im DVD-Player setzt dann diese Halbbildfolgen aufgrund der Flags im Datenstrom wieder zu einem Bild zusammen. Die besseren Players, analysieren den Bildinhalt noch zusätzlich, verlassen sich also nicht nur auf die Flags im Datenstrom, und können so Fehler beim Mastering vorbeugen. DVD-Player mit progressivem Ausgang, können selbstverständlich auch Halbbilder ausgeben. Müssen sie ja geradezu, sonst könnte man keine TV-Geräte oder Videorekorder damit füttern.

    Computermonitore können mit Halbbildern gar nix anfangen, auch wenn sie ein Bildröhre haben. Der Elektronenstrahl wird in einem Rutsch von Links oben nach rechts unten, Zeile für Zeile, geschrieben. Und das mit hoher Wiederholfrequenz, >75Hz. Sonst hättest du nach 5 Minuten schon Kopfschmerzen! Ein Computermonitor kann also nur progressive Signale verarbeiten. Das was die Digitizer oder TV-Karten, oder die USB-Videoadapter an den Rechner liefern, ist nichts anderes, als Halbbildmaterial (egal ob Video oder Filmquelle) das in progressives gewandelt wurde. Und wenn dieses Material aus einer Videoquelle stammt, und nicht deinterlacet wird, so sieht das Bild am Computermonitor "ausgefranzt" aus. Jedoch können der DVD-Player, das iMovie-Vorschaufenster, der QTPlayer (nur DV), und prakt. alle MultiMediaPlayer, durch Interpolation und andere Tricks, die durch die Halbbildaufnahme verschobenen Zeilen, wieder mehr oder weniger zusammenfügen. Je nach Algorithmus mal gut mal weniger gut. Billige Deinterlacer errechnen einfach aus einem Halbbild, durch einfache Interpolation, ein ganzes Bild. Das Bild hat dann prakt. nur noch die halbe Auflösung, die auf doppelte Größe "aufgezogen" wird!
     
  17. Unfassbar... woher wisst ihr das immer nur alles...

    :eek:

    Jedenfalls kannst du dich nun auch mit meiner Entscheidung abfinden...

    ;)

    Wenn mich nicht alles täuscht, dann verfügt mein DVD PLayer aus dem letzten Frühjahr sogar über eben benannten Komponenten-YUV-Ausgang... *muss mal nachschauen*

    PS: Kleine Frage am Rande - ja, auch unfassbar, gell, mir gehen die Fragen auch nie aus - Ich habe einen DV Videoclip von ein paar Sekunden Länge, den ich in FCE 2 in der Horizontalen umgeklappt habe (das muss wegen der Aufnahme so sein), leider flimmert der auf dem Fernseher ziemlich, erst wenn ich den Filter Joe's Time Blender darüberlege, dann hört es auf (auch beim Deinterlacer hörts auf, aber nicht ganz). Ich vermute mal, dass das daran liegt, dass der Umklapp Filter aus Final Cut Express 2 einfach nicht so das Wahre ist. Habt ihr auch darauf eine Antwort?

    *bitte nicht Paddel holen und schlagen*
     
  18. sandretto

    sandretto Gast

    Da kann dir vielleicht einer helfen, der selber FCE benutzt, ich (noch) nicht.

    Ergänzend zu meinem oberen Posting, DVD-Player ohne integrierten Deinterlacer, können durch die Speicherung von Halbbildfolgen auf der DVD, den Datenstrom so einfach an den MPEG-Decoder weitergeben, der daraus "analoge" Halbbilder ausgeben kann. Braucht sich also um fast nichts zu kümmern. Deswegen sind die auch so spottbillig geworden.

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  19. Ach, das ist ja interessant.

    :eek:
     
  20. Safarihh

    Safarihh New Member

    Hallo,

    also ich deinterlace (adaptives Deinterlacing) auch immer meine Filme. Wenn ich mit Halbbildern arbeite sieht die DVD am Computer sehr bescheiden aus doch ohne Halbbilder und mit einem anständigen deinterlace verfahren sieht das Bild am Rechner gut aus und auch am Fernseher hatte ich noch nie Probleme wie ein ruckeliges Bild. Würde man nicht deinterlacen müsste man praktisch zwei DVDs erstellen eine fürn Mac/PC und eine fürn Fernseher. Zusätzlich erinnert ein deinterlactes Bild mit leichter Unschärfe eher an einen "Hollywood" Film der ja mit Vollbildern aufgenommen wird und auch immer leicht unscharf wirkt und nicht so gestochen scharf wie unsere Pal Kameras die eher an eine Nachrichten Sendung erinnern. Die KaufDVDs liegen auch immer in Vollbildern vor ausser manche ausnahmen wie z.B. Casino. Und man sollte auf jeden fall vorher deinterlacen und nicht erst nachdem die Effekte angewendet wurden.

    Ausserdem sollte man nach dem Deinterlacen auch nicht mit dem DV Codec weiter arbeiten sondern z.B. mit JPEG 75%

    Das die schwarzen Balken flimmern kann ich nicht nachvollziehen. Bei mir ist sowas noch nicht aufgetreten aber vielleicht hilft eine leichte unschärfe.

    MfG SafariHH
     

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